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M-Blog: Der Blog der Düsseldorfer Wettbewerbsforscher

Ralf Dewenter Gut für den Wettbewerb – schlecht für den Wettbewerb: Was Post und Zeitarbeitsfirmen gemein haben

Ralf Dewenter, am 29. Januar 2010 um 12:34

Donnerstag hat das Bundesverfassungsgericht den Post-Mindestlohn aufgrund eines Verfahrensfehlers für unwirksam erklärt. Das Echo auf diese Entscheidung ist erwartungsgemäß geteilt. Während die Wettbewerber das Urteil befürworten, zeigen sich Post AG sowie die Gewerkschaft Verdi wenig begeistert.

Der Zweck des Mindestlohns liegt dabei auf der Hand: Aus Sicht von Verdi steht dabei das Interesse der eigenen Mitglieder im Vordergrund. Löhne und andere Bedingungen auszuhandeln gehört schließlich zu den originären Aufgaben der Gewerkschaften. Dass sich die Post für einen Mindestlohn stark gemacht hat, ist zunächst vielleicht weniger intuitiv. Aus Sicht der Post AG aber diente der Mindestlohn nur einem Zweck: den Wettbewerb zwischen dem Quasi-Monopolisten und den Konkurrenten zu beschränken. Die Post, die ihren Zustellern schon vor dem Mindestlohn höhere Löhne als die Konkurrenz gezahlt hat, konnte damit direkten Einfluss… Mehr | 1 Kommentar

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Thomas Fahrig EU bewilligt Kauf von Sun durch Oracle – ruhe sanft MySQL

Thomas Fahrig, am 24. Januar 2010 um 21:54

Die Europäische Kommission bewilligt den Kauf von Sun Microsystems Inc. durch Oracle. Am 20. April 2009 wurde der Kauf für 7,4 Milliarden Dollar durch Oracle bekannt gegeben. Oracle ist der hinter Microsoft und IBM weltweit drittgrößte Softwareanbieter. Was geschieht nun mit MySQL? Wie reagiert darauf SAP? Mehr

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Ralf Dewenter Google, Pinky und der Brain

Ralf Dewenter, am 21. Januar 2010 um 13:13

Bei CARTA findet sich ein sehr lesenswerter Artikel von Christoph Kappes, der sich mit der aktuellen zum Teil sehr negativen Berichterstattung über Google beschäftigt. Er enthält – entgegen üblicher Vorwürfe über mögliche Weltbeherrschungsphantasien – eine interessante Auflistung der betroffenen Geschäftsfelder und zeigt mögliche Strategien des Unternehmens auf. Vor allem wird eine nüchterne Betrachtung vollzogen, ohne sich dem allgemeinen „Google-Bashing“ anzuschließen. Einige typische Kritikpunkte, die immer wieder erhoben werden, werden kritisch analysiert und mit einer rationalen Gewinnmaximierungsstrategie erklärt.

Im Mittelpunkt der Analyse steht dabei das Argument, dass alle Aktivitäten von Google auf den Werbemarkt ausgerichtet sind. Google macht jedoch genau genommen mehr als das; das Unternehmen verbindet die Netzwerke, die es geschaffen hat miteinander und nutzt die Netzwerkeffekte zwischen den Teilnehmern der einzelnen Gruppen. Und darin ist Google sehr… Mehr | 2 Kommentare

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Thomas Jaschinski Justus Haucap zur Regulierung von netzgebundenen Industrien

Thomas Jaschinski, am 18. Januar 2010 um 12:10

Der Vorsitzende der Monopolkommission Prof. Dr. Justus Haucap äußert sich im Interview mit „Euro am Sonntag“ kritisch zur Regulierung von marktmächtigen Stellungen in netzgebundenen Industrien.

Stein des Anstoßes ist eine in Erwägung gezogene Änderung des Wettbewerbsrechts. Demnach sollen Unternehmen, die eine marktmächtige Stellung besitzen, nicht nur dann entflechtet werden können, wenn diese ihre Marktmacht missbrauchen, sondern auch dann, wenn sie lediglich Monopol- bzw. Marktmacht besitzen, selbst ohne vorliegenden Missbrauch. Haucap zufolge muss dabei jedoch differenziert werden: Einerseits zwischen Monopolrenten, die aufgrund von innovativem Unternehmertum entstanden sind und Monopolrenten, die aufgrund staatlicher Beihilfen entstanden sind. Somit sei die „Regulierung bei Post und Bahn zu lax“.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

Thomas Jaschinski… Mehr

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Thomas Jaschinski Preisabsprachen im Einzelhandel: Mindestpreise statt Marktkoordination?

Thomas Jaschinski, am 15. Januar 2010 um 16:43

In unregelmäßigen Abständen ist in der Presse zu lesen, dass die deutsche Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, gegen Unternehmen, gegen die der Verdacht besteht, illegale Preisabsprachen durchgeführt zu haben, ermittelt. Den Firmen, gegen die das Bundeskartellamt ermittelt, wird vorgeworfen, gegen §1 GWB – Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen – verstoßen zu haben. Als populärste Beispiele für Kartelle in der deutschen Geschichte seien das 2003 aufgedeckte Zementkartell und das 1999 aufgedeckte Vitaminkartell genannt. Seit dem Jahr 2000 soll sich der Schaden aus Preisabsprachen insgesamt für die Verbraucher auf ca. 4,8 Mrd. Euro belaufen. Umgerechnet entspräche dies durchschnittlich einem Schaden von ca. 5,85 Euro pro Bundesbürger und Jahr.

Im vergangenen Jahr hat das Bundeskartellamt nun wegen dem Verdacht auf illegale Preisabsprachen gegen mehrere deutsche Kaffeeröster ermittelt. Daraufhin wurde im Dezember gegen drei… Mehr

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