Der Handel mit Verschmutzungsrechten – Und wie ihm die Marktkonformität zum Verhängnis wurde

Es war einmal ein ökonomisch und ökologisch effizientes Instrument der Umweltpolitik. Besonderes Kennzeichen des Handels mit Verschmutzungsrechten ist die Marktkonformität. Ist ihm vielleicht gerade diese zum Verhängnis geworden? Im Vergleich zu anderen umweltökonomischen Instrumenten zeichnet es sich zudem durch einen hohen Ziel­erreichungsgrad und eine relativ geringe Eingriffsintensität aus und wurde zumindest in der Theorie als „Königsinstrument“ bekannt. Mit dem europäischen Emissionshandelssystem ist es auch in der praktischen Anwendung trotz Umsetzungsschwierigkeiten zu einem anerkannten Instrument zur Reduktion von umweltschädlichen Kohlendioxidemissionen geworden.

Preise für CO2-Zertifikate resultieren aus dem Zusammenspiel des am Markt vorhandenen Angebots und der Nachfrage nach Emissionsrechten. Der herausragende Vorteil dieses Instruments ist ihm nun zum Verhängnis geworden. Denn, wenn ein Marktmechanismus existiert, wird auch gehandelt. Und das, was gehandelt wird, kann auch geklaut werden. In diesem Fall von Onlinedieben. So wurden ahnungslose Eigentümer von Verschmutzungsrechten zu Opfern von Phishing-Mails, in denen sie aufgefordert wurden, sich zum angeblichen Schutz vor Hackern beim Emissionshandelsportal erneut registrieren zu lassen. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle haben die Betrüger Verschmutzungsrechte im Wert von rund 3 Mio. € auf fremde Konten transferiert. Nach dem Weiterverkauf waren sie spurlos verschwunden und wenn Sie nicht gestorben sind…

Weiteres ist z.B. bei Spiegel Online oder Handelsblatt zu finden.

Ninja Lehnert

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