Bessere Leistung durch gesünderes Mensa-Essen!

Michèle Belot (University of Oxford) und Jonathan James (University of Essex) haben in einer empirischen Studie herausgefunden, dass Kinder an Schulen, in denen gesündere und frischere Mittagsgerichte serviert werden, mehr lernen, bessere Noten bekommen und auch seltener krank werden als Schüler, die an Schulen unterrichtet werden, in denen weiterhin Hamburger und Pommes Frites auf der Karte stehen.

Der entsprechende Modellversuch wurde an 81 Londoner Grundschulen durchgeführt – initiiert wurde die sogenannte „Feed Me Better“-Kampagne von Starkoch Jamie Oliver. Die beiden Ökonomen haben die dabei erhobenen Daten mithilfe des Difference-in-Difference-Ansatzes ausgewertet und festgestellt, dass schon in relativ kurzer Zeit positiven Effekte im Vergleich zu den Kontrollgruppen messbar sind.

Auch wenn die Wirksamkeit solcher Kampagnen damit sicherlich noch nicht abschließend bewertet werden kann, die Kosten in Höhe von 1,2 Mio. Pfund nicht unerheblich sind und darüber hinaus englische Grundschulen wahrscheinlich kulinarisch in keiner Weise mit deutschen Universitäten vergleichbar sind: Der ein oder andere Student, Mitarbeiter oder Angestellte wünscht sich manchmal vielleicht dennoch, dass die Lafers, Mälzers und Rosins dieser Welt sich endlich auch einmal der ein oder anderen Uni-Mensa annehmen würden. Aber natürlich trifft das nur auf wenige der deutschen Hochschulkantinen zu, die meisten bieten wahrscheinlich eine absolut ausgewogene, vitaminreiche, fettarme und gesunde Ernährung…

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Ralf Dewenter
Ralf Dewenter
Prof. Dr. Ralf Dewenter Helmut-Schmidt-Universität Universität Holstenhofweg 85 22043 Hamburg

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