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M-Blog: Der Blog der Düsseldorfer Wettbewerbsforscher

Justus Haucap Replik auf den FAZ-Artikel von Christian Ewald und Sandro Gleave

Justus Haucap, am 27. September 2011 um 14:42

In einem Gastbeitrag für die FAZ haben Luis Manuel Schultz und ich im August die faszinierenden Möglichkeiten der forensischen Kartellforschung vorgestellt: Einerseits zeigen wir darin, wie Wettbewerbshüter illegale Preisabsprachen (also Kartelle) aufspüren können, indem sie die Preisentwicklungen auf Märkten statistisch auf verdächtige Entwicklungen hin analysieren. Und andererseits kritisieren wir darin die „Sektoranalyse Kraftstoffe“ des Bundeskartellamtes – einige Schlussfolgerungen darin waren uns schlichtweg zu wenig wissenschaftlich fundiert.

Christian Ewald und Sandro Gleave vom Bundeskartellamt haben nun gestern in der FAZ eine Replik veröffentlicht, in der sie die Grenzen der forensischen Kartellforschung aufzeigen. Mit vielem darin haben sie natürlich recht, dennoch möchten wir an dieser Stelle erneut antworten: Einerseits, weil unsere Argumentation teilweise falsch wiedergegeben wird, und andererseits, weil wissenschaftlich falsche Aussagen… Mehr

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Moritz Suppliet Überschüsse der Krankenkassen: Regierung und Medien ziehen voreilige Schlüsse

Moritz Suppliet, am 20. September 2011 um 12:18

„Milliardeneinsparungen durch weniger Ausgaben für Arzneimittel“ war eine häufige Meldung der vergangenen Tage. Zunächst verkündeten die gesetzlichen Krankenkassen Anfang September einen Milliardenüberschuss für das erste Halbjahr 2011; dann legte Mitte September das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) seinen jährlichen Arzneiverordnungs-Report 2011 vor. Was der Grund ist, darin waren sich alle einig – das Bundesministerium für Gesundheit, das WIdO und die Zeitungen (FAZ, ZEIT und Handelsblatt): Die Kostensenkungen und Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen seien ein Erfolg der letzten Gesundheitsreform (auch bekannt unter dem Namen „GKV-Änderungs-Gesetz“). Diese Reform zwingt die Hersteller von patentgeschützten Arzneimitteln, den Kassen einen Abschlag von 16 Prozent zu gewähren (statt bisher 6 Prozent) und führte einen Preisstopp für Medikamente ein, die nicht in… Mehr | 1 Kommentar

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Anne-Kathrin Barth und Julia Graf Warum wählen viele Kunden zu teure Handytarife?

Anne-Kathrin Barth und Julia Graf, am 14. September 2011 um 13:56

Diese Frage wollten wir mit einem Labor-Experiment beantworten. Dafür haben wir 87 Studenten und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität eingeladen – und sie gebeten, mehrmals aus drei fiktiven Mobilfunktarifen die für sie kostenminimale Option zu wählen. Dabei sollten sie nicht von ihrem wahren Konsum ausgehen, sondern von einem von uns gegebenen.

In unserem Experiment stellten wir fest, dass die Probanden prinzipiell in der Lage sind, die Berechnungen anzustellen, die nötig sind, um eine optimale Wahl zu treffen. Auch die im Zusammenhang mit Mobilfunktarifen übliche Terminologie stellt keine allzu große Herausforderung dar.

Als wir die Probanden danach jedoch fragten, wie viele Minuten sie tatsächlich pro Monat telefonieren, konnte nur jeder fünfte von ihnen eine annähernd korrekte Antwort geben. Wir hatten sie vorher gebeten, ihre letzten drei Handyrechnungen mit ins Labor zu… Mehr | 2 Kommentare

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DICE EEA und ESEM in Oslo

DICE, am 9. September 2011 um 15:47

von Holger A. Rau, Gordon J. Klein, Georg Clemens

Frikadellen-Klau am Arbeitsplatz, Wann spenden Haushalte mehr oder auch weniger, Finanzkrise verständlich erklärt, die Auswirkung des richtigen „Looks“ für den politischen Erfolg- dies ist nur ein kleiner Auszug der wichtigsten Themen die auf der 26. Jahrestagung der European Economic Asssociation (EEA), die zusammen mit dem 65. Jährlichem European Meeting of the Econometric Society (ESEM) ausgerichtet wurde vorgestellt wurden.

Diese beiden wichtigen Konferenzen fanden gemeinsam vom 25.08.2011 bis 29.08.2011 in Oslo statt. Für diese Woche der Hotspot für Ökonomen, die ihre aktuellen Projekte vorstellen und diskutieren konnten. Auch das DICE war hier mit drei Vertretern dabei, die Ihre aktuelle Forschung präsentierten und dabei das DICE international vertraten. Auf den diesjährigen EEA/ESEM Konferenzen tauschten sich wie in den letzten Jahren über… Mehr

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Torben Stühmeier Ökonomie und der Abgrund der Welt

Torben Stühmeier, am 7. September 2011 um 16:49

„Educate. Inspire. Connect.“  So lautete das Motto des diesjährigen Nobelpreisträger-Treffens in Lindau am Bodensee. „Shame on you, nobel economic scientists – bringing the world down with your neo-liberal theories“ war dagegen das Motto der Globalisierungsgegner von Attac, die vor der Halle demonstrierten. Gut, damit musste man rechnen, derzeit scheint es um die Außenwirkung der Ökonomenzunft nicht besonders gut gestellt. Für mich blieb aber noch die Frage offen, was „neo-liberal“ denn überhaupt bedeutet – eine Frage, für die die Konferenz eine Antwort hätte finden können, es waren ja 17 Träger des „Riksbank Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel“ , also des Nobelpreises, und 359 Nachwuchswissenschaftler aus 65 Ländern vor Ort.

In den einzelnen Vorträgen der Laudatoren und anschließenden Diskussion zeigte sich jedoch schnell, dass es darauf wohl… Mehr

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