Less Pain at the Pump I: Preismeldestelle soll vor Diskriminierung schützen

Seit einigen Wochen nun schon, wird das Thema Benzinpreise hieß diskutiert. Der neueste Vorschlag ist die Einrichtung einer sogenannten Markttransparenzstelle, wie vom Bundeswirtschaftsministerium kürzlich vorgeschlagen. Die Tankstellen sollen zukünftig die An- und Verkaufspreise an das Bundeskartellamt melden; das Amt soll dafür eine zusätzliche Abteilung erhalten. Die Idee hinter diesem Vorschlag ist jedoch nicht, mehr Transparenz am Endkundenmarkt zu erzielen, sondern Informationen über eine mögliche Preis-Kosten-Schere zu erhalten. Auf diese Weise könnten dann mögliche Diskriminierungen der freien Tankstellen durch die Mineralölkonzerne auf der Großhandelsebene nachgewiesen werden.

Auch wenn einen genaue Beobachtung der Großhandelspreise ein sehr sinnvolles Vorhaben ist, stellt sich ebenso die Frage nach den anfallenden Kosten. Zum einen wird durch diese Regelung ein deutlicher Bürokratie-Aufwand entstehen. Die eingehende Masse an Daten will nicht nur gesammelt und verarbeitet, sondern ebenso analysiert werden. Darüber hinaus werden jedoch auch Kosten auf Seiten der Tankstellen entstehen. Diese müssen die Daten erheben und an das Bundeskartellamt weitergeben. Ob der Nutzen einer solchen Meldestelle wirklich größer ist als die anfallenden Kosten bleibt also abzuwarten.

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Ralf Dewenter
Ralf Dewenter
Prof. Dr. Ralf Dewenter Helmut-Schmidt-Universität Universität Holstenhofweg 85 22043 Hamburg

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