Die Aussies haben gleich mehrere Drosselkoms – just sayin‘

Was in Deutschland für große Aufregung sorgt ist in Australien längst Realität. Internetverträge haben (praktisch) immer eine Volumenbegrenzung. Alles über das gekaufte Volumen hinaus kostet extra (einfach mal reinklicken und vergleichen – inkl. Kosten für jedes MB innerhalb des Volumens und für jedes zusätzliche MB).

Grundsätzlich ja gar nicht schlecht, dass ich wählen kann welchen Tarif ich möchte. Gut auch, dass ich weniger bezahlen muss, wenn ich weniger Datenvolumen benötige. Ökonomisch ist das durchaus sinnvoll meint Prof. Jörn Kruse von der HSU Hamburg: „Flatrates wären volkswirtschaftlich rational, wenn die Grenzkosten der Netznutzung jederzeit null wären […] Bei Überlast sind die Flatrates jedoch ökonomisch ineffizient“. Unterschiedliches Nutzerverhalten, unterschiedliche Anforderungen und unterschiedliche Präferenzen der Kunden können so besser abgebildet werden. Kruse geht noch einen Schritt weiter: eine Spitzenlastbepreisung wäre ökonomisch sinnvoll. Volumenbasierte Verträge würden die Nutzung nur allgemein senken, effizient wäre Spitzenlast- und Stauphasen unterschiedlich zu bepreisen. So könnten Engpässe effizient behoben werden. Das klingt doch gut!

Jetzt bin ich natürlich kein großer Downloader (hehe). Aber grundsätzlich klingt das logisch: wenn ich mehr will, muss ich auch mehr bezahlen. Und auch: wenn ich was zur gleichen Zeit machen will wie alle anderen, dann muss ich auch mehr bezahlen (Urlaub über Pfingsten, theoretisch auch elektrischer Strom..). Der Vorteil ist ganz klar. Wenn ich kann, dann vermeide ich Zeiten mit großer Nachfrage. Wenn nicht, zahle ich dafür. Vorhandenes Netz effizient ausnutzen, dann ausbauen.

No worries also?! Wenn man sich den Broadbandguide anschaut, dann gibt es recht viele Anbieter und Tariffalternativen. Der Kunde hat viel Auswahl. Die Anbieter treten auch nicht zusätzlich als Inhalteanbieter auf bzw. bevorzugen bestimmte Inhalteanbieter (das Spotify-Problem). Aber auch das sollte bei ausreichendem Wettbewerb eigentlich kein Problem sein. Spotify will ja möglichst viele Nutzer und nicht nur Telekomkunden. Spotify sollte sich also – bei Wettbewerb – nicht exklusiv an einen ISP binden wollen.

Das Problem ist also nicht die Telekom, sondern dass es nicht genügend andere Telekoms gibt.

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1 Kommentar

  1. „3“ will Festnetz-Internet Konkurrenz machen, Der viretgrf6dfte heimische Mobilfunker „3“ hat einen neuen Tarif ffcr mobiles Breitbandinternet mit unbegrenztem Datenvolumen vorgestellt. Man wolle damit das „Festnetz-Internet in d6sterreich auf den Kopf stellen“, sagte „3“-Chef Jan Trionow heute bei einer Pressekonferenz in Wien.Flatrate zu Hause und unterwegs nutzendcber einen vorkonfigurierten WLAN-Router („3WebCube“) kann ffcr 15 Euro im Monat zu Hause drahtlos im Internet gesurft werden. Die Download-Geschwindigkeit soll bei bis zu sechs MBit/s liegen, bei Uploads sollen Geschwindigkeiten bis ein MBit/s erreicht werden.Ffcr drei Euro Aufpreis pro Monat kann die Internetpauschale fcber Partner-SIM-Karten auch unterwegs genutzt werden.Quelle ORF.at 24.2.11

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