Steht uns eine baldige Zombie-Invasion bevor?

Es klingt unglaubwürdig und doch ist es wahr: Das US-amerikanische Militär entwirft einen Verteidigungsplan gegen Zombies. Das Strategiepapier CONPLAN 8888 „Counter-Zombie Dominance“ weist bereits 2011 auf die Ernsthaftigkeit hin und betont: „This plan was not actually designed as a joke„. Als angebliche Trainingsmaßnahme für den militärischen Nachwuchs, entwerfen Studenten des US-Militärs nun Abwehrszenarien für den Fall eines weltweiten Zombie-Angriffs.

Zwar betont das Militär ausdrücklich, dass es sich tatsächlich um kein realistisches Szenario handeln würde, jedoch ist diese Aussage bei genauerer Betrachtung mehr als fragwürdig. Bereits 2009 ist in der Zeitschrift „Infectious Disease Modelling Research Progress“ ein Artikel der Mathematiker Philip Munz, Ioan Hudea, Joe Imad und Robert J. Smith mit dem Titel „When Zombies Attack!: Mathematical Modelling of an Outbreak of Zombie Infection“ erschienen. Die Forscher modellieren verschiedene Szenarien einer möglichen Infektion oder wie sie es nennen einer „Zombification“. Fachkenntnis ist dabei zweifelsfrei vorhanden. So führen sie korrekterweise an: „A zombie is a reanimated human corpse that feeds on living human flesh„. Auch der Infektionsvorgang wird korrekt beschrieben: „When a susceptible individual is bitten by a zombie, it leaves an open wound. The wound created by the zombie has the zombie’s saliva in and around it. This bodily fluid mixes with the blood, thus infecting the (previously susceptible) individual.

Doch es gibt noch weitere Hinweise auf die Dringlichkeit des Problems und den bevorstehenden Angriff der Untoten. Betrachtet man die Suchanfragen bei Google Search für den Begriff „Zombie“, so lässt sich (mit einigen Schwankungen) ein deutlicher Anstieg in den letzten Jahren feststellen (vgl. die Abbildung).

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Insgesamt liegt also eine klare empirische Evidenz vor, dass ein Zombie-Angriff nun nicht mehr lange auf sich warten lässt. Und auch die Region des Ausbruchs lässt sich einigermaßen eingrenzen. Die häufigsten Suchanfragen stammen aus Mexiko, gefolgt von weiteren zentral und südamerikanischen Staaten wie Peru, Ecuador und Honduras. Zwar gehen einige Anfragen auch von den Philippinen aus, jedoch zeigt sich in den entsprechenden Nachbarländern keine erhöhte Zombi-Aktivität.

Wir können also nur hoffen, dass wir in Europa ausreichend Zeit haben werden, uns auf den Angriff vorzubereiten.

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Ralf Dewenter
Ralf Dewenter
Prof. Dr. Ralf Dewenter Helmut-Schmidt-Universität Universität Holstenhofweg 85 22043 Hamburg

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