Medien – Märkte – Meinungen

M-Blog: Der Blog der Düsseldorfer Wettbewerbsforscher

DICE Analyse des deutschen Strommarktdesigns

DICE, am 8. Februar 2012 um 11:34

Kurzbeschreibung des Projektes

Im Zuge der von der Bundesregierung 2011 eingeleiteten Energiewende wird zunehmend die Frage diskutiert, wie bei einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und der dadurch zunehmenden Fluktuation der Stromerzeugung die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. Zur Diskussion steht die Einführung von Kapazitätsmechanismen zur Ergänzung oder sogar als vollständiger Ersatz klassischer Energy-Only Märkte. Weil fraglich ist, ob Energy-Only Märkte langfristig Versorgungssicherheit garantieren können, sollen Kapazitätsmechanismen sicherstellen, dass es zu ausreichenden Investitionen in den Kraftwerkspark kommt.

Untersucht wird von uns zum einen, welche stichhaltigen Belege existieren, dass das derzeitige deutsche Marktsystem den Anforderungen an die Versorgungssicherheit nicht gerecht werden kann. Zum anderen wird untersucht, wie sich durch den massiven Ausbau fluktuierender erneuerbarer Energien die Profitabilität von Investitionen in konventionelle Kraftwerke verändern werden.

In dem Forschungsvorhaben werden alternative Marktsysteme… Mehr

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Veit Böckers Kabelsalat oder Freie Leitung?

Veit Böckers, am 6. Februar 2012 um 11:17

Wer Kunde des Pay-TV-Senders SKY ist und seinen Kabelanschluss bei  Kabel BW hat, dem könnte in naher Zukunft das Popcorn im Hals stecken bleiben. Denn vielleicht wird er die neuesten Kinofilme nur noch in schnöder Standardauflösung anschauen können, statt im qualitativ hochwertigeren HD-TV.

 In seiner Entscheidung vom 15.12.2011 hat das Bundeskartellamt[1] den Zusammenschluss von Unitymedia und Kabel BW freigegeben. Der Zusammenschluss dieser beiden Kabelanbieter fällt aufgrund der hohen Inlandsumsätze unter die Kontrolle gemäß dem GWB. Dafür sind im Gegenzug etwaige Zugeständnisse gemacht worden, wie etwa Sonderkündigungsrechte, die Beendigung der Verschlüsselung digitaler, frei empfänglicher Fernsehkanäle und der sogenannten Exklusivitätsklausel.  Trotz dieser Zugeständnisse erscheint die Entscheidung doch etwas seltsam.

Wozu Wettbewerb, wenn es auch mit Kollusion geht

 Im Jahr 2010 besaßen Unitymedia und Kabel BW durchschnittlich einen gemeinsamen Marktanteil von… Mehr

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DICE DICE gehört zu den weltbesten Newcomern unter den Denkfabriken

DICE, am 25. Januar 2012 um 14:26

Internationalen Erfolg hat das Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE): Die University of Pennsylvania, die einmal jährlich ein Ranking der besten Think -Tanks erstellt, zählt das Institut zu den weltweit verheißungsvollsten neu gegründeten Denkfabriken.

In der Kategorie „Best New Think Tanks“ landete das DICE auf Platz vier und liegt damit unter den europäischen Neugründungen ganz vorne. „Die Auszeichnung verdeutlicht, dass das DICE auf einem guten Weg ist, zu einem der führenden akademischen Zentren für Wettbewerbsökonomie nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit zu werden” freute sich Wissenschaftsministerin Svenja Schulze über die Auszeichnung. „Genau solche Denkfabriken brauchen wir – international und vor allem in NRW!”

Auch Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des DICE, zeigte sich hocherfreut: „Das Ranking zeigt, wie sehr unsere Arbeit inzwischen auch international wertgeschätzt wird.“ Für ihn… Mehr

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Ralf Dewenter Das Kölner Kölsch-Kartell

Ralf Dewenter, am 22. Dezember 2011 um 19:58

Das Kartellamt prüft zurzeit, ob und in welchem Maße Kölner Brauereien eventuell die Preise für Kölsch abgesprochen haben könnten. Auf Hinweis eines Zeugens wurden mehrere Brauereien durchsucht. Das Bundeskartellamt vermutet sowohl Absprachen der Brauereien untereinander, als auch mit dem Handel.

Die Brauereivertreter sehen dagegen keinen Anlass zu einer solchen Untersuchung und verweisen auf den harten Wettbewerb im Kölschmarkt. Ein starker Wettbewerb und sinkende Margen könnten jedoch gerade Anlass sein, Gewinne durch Kartellabsprachen zu sichern. Hinzu kommt, dass Kölsch außerhalb von Köln nicht sehr weit verbreitet ist und insgesamt nur wenige Anbieter existieren. Inwiefern die einzelnen Sorten homogen sind, ist schwer zu sagen. Der Kölsch-Trinker kann vermutlich eine Produktdifferenzierung erkennen. Klar ist jedoch, dass sich andere Biersorten geschmacklich z.T. deutlich vom Kölsch unterscheiden. Nur wenige Konsumenten werden also Kölsch durch… Mehr

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Jürgen Rösch Mehr Sonne + mehr Wind = weniger Kraftwerke?

Jürgen Rösch, am 14. Dezember 2011 um 15:46

Draußen ist es ungemütlich! Der Dauerregen und die Kälte beschränken Aufenthalte im Freien auf das absolut Nötigste. Lieber rein, Computer an, Fernseher an und natürlich Heizung an. Die wenigen Sonnenstunden verpasst man meist eh, weil man gerade dann – mit Licht an – im Büro sitzt.

Das nasskalte Wetter und die kurzen Tage schlagen sich nicht nur auf die Freizeitgestaltung und das Gemüt nieder, sondern werfen auch die Frage auf, wie das mit der Energiewende eigentlich so genau klappen soll. Denn manchmal weht der Wind und die Sonne scheint – oft aber nicht.

2020 sollen 30 Prozent, 2050 sogar 50 Prozent der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (EE) kommen. Gemeint sind damit Jahresdurchschnittswerte. Doch damit Kohle- und Gaskraftwerke für immer abgeschaltet werden können, müsste Strom aus den EE möglichst… Mehr

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