| Mehr Sonne + mehr Wind = weniger Kraftwerke? |
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Jürgen Rösch, am 14. Dezember 2011 um 15:46
Draußen ist es ungemütlich! Der Dauerregen und die Kälte beschränken Aufenthalte im Freien auf das absolut Nötigste. Lieber rein, Computer an, Fernseher an und natürlich Heizung an. Die wenigen Sonnenstunden verpasst man meist eh, weil man gerade dann – mit Licht an – im Büro sitzt.
Das nasskalte Wetter und die kurzen Tage schlagen sich nicht nur auf die Freizeitgestaltung und das Gemüt nieder, sondern werfen auch die Frage auf, wie das mit der Energiewende eigentlich so genau klappen soll. Denn manchmal weht der Wind und die Sonne scheint – oft aber nicht.
2020 sollen 30 Prozent, 2050 sogar 50 Prozent der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (EE) kommen. Gemeint sind damit Jahresdurchschnittswerte. Doch damit Kohle- und Gaskraftwerke für immer abgeschaltet werden können, müsste Strom aus den EE möglichst… Mehr
| GWB-Novelle: Viel Schatten, viel Licht |
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Justus Haucap, am 14. Dezember 2011 um 10:13
Die Bundesregierung plant, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) zu novellieren. Am 10. November hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Referentenentwurf für die 8. GWB-Novelle veröffentlicht. Vorgesehen sind
- Anpassungen der deutschen Fusionskontrolle an die europäische Praxis,
- eine Erleichterung von Pressefusionen insbesondere unter kleinen Verlagshäusern,
- das Heraufsetzen des notwendigen Marktanteils für die Vermutung der Einzelmarktbeherrschung von einem Drittel auf 40 Prozent,
- das Auslaufen des 2007 eingeführten verschärften Verbots des Verkaufs von Lebensmitteln unter Einstandspreisen,
- die Stärkung der privaten Kartellrechtsdurchsetzung durch Verbraucherverbände,
- die Verlängerung der verschärften Missbrauchsaufsicht bei Gas und Strom um weitere fünf Jahre,
- die Stärkung des Kronzeugenprogramms bei Kartellverfahren,
- die Verlängerung des Verbots von Preis-Kosten-Scheren für marktmächtige Unternehmen,
- die Klarstellung, dass eine Entflechtung von Unternehmen im Falle
| Ideen für die nächsten Gesundheitsreformen |
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DICE, am 2. November 2011 um 10:48
Von Julia Graf und Moritz Suppliet.
Immer mehr Menschen wechseln ihre Krankenkasse – der Grund sind meist die pauschalen Zusatzbeiträge, die die Kassen verlangen müssen, wenn sie mit den normalen Beiträgen nicht auskommen. Allerdings waren auch vor der Reform 2009 nicht alle Kassen gleich teuer: Damals unterschieden sie sich nicht über pauschale Aufschläge, sondern über den prozentualen Beitrag. Trotzdem wechselten damals weit weniger Menschen ihre Kasse als heute – woran liegt das?
Um Forschungsfragen wie diese ging es beim DIBOGS- Workshop in Hamburg, einem Treffen renommierter deutscher Gesundheitsökonomen, die hier regelmäßig ihre Ideen für neue Reformen im Gesundheitsbereich vorstellen. In diesem Jahr stand die Regulierung des Arzneimittelmarkts besonders im Fokus – mit Projekten zu Rabattverträgen (Julia Graf, DICE), Regulierungen des Medikamentengroßhandels sowie Arzneimittelzulassungen und -zuzahlungen (Moritz… Mehr
| Überschüsse der Krankenkassen: Regierung und Medien ziehen voreilige Schlüsse |
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Moritz Suppliet, am 20. September 2011 um 12:18
„Milliardeneinsparungen durch weniger Ausgaben für Arzneimittel“ war eine häufige Meldung der vergangenen Tage. Zunächst verkündeten die gesetzlichen Krankenkassen Anfang September einen Milliardenüberschuss für das erste Halbjahr 2011; dann legte Mitte September das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) seinen jährlichen Arzneiverordnungs-Report 2011 vor. Was der Grund ist, darin waren sich alle einig – das Bundesministerium für Gesundheit, das WIdO und die Zeitungen (FAZ, ZEIT und Handelsblatt): Die Kostensenkungen und Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen seien ein Erfolg der letzten Gesundheitsreform (auch bekannt unter dem Namen „GKV-Änderungs-Gesetz“). Diese Reform zwingt die Hersteller von patentgeschützten Arzneimitteln, den Kassen einen Abschlag von 16 Prozent zu gewähren (statt bisher 6 Prozent) und führte einen Preisstopp für Medikamente ein, die nicht in… Mehr | 1 Kommentar
| Warum wählen viele Kunden zu teure Handytarife? |
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Anne-Kathrin Barth und Julia Graf, am 14. September 2011 um 13:56
Diese Frage wollten wir mit einem Labor-Experiment beantworten. Dafür haben wir 87 Studenten und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität eingeladen – und sie gebeten, mehrmals aus drei fiktiven Mobilfunktarifen die für sie kostenminimale Option zu wählen. Dabei sollten sie nicht von ihrem wahren Konsum ausgehen, sondern von einem von uns gegebenen.
In unserem Experiment stellten wir fest, dass die Probanden prinzipiell in der Lage sind, die Berechnungen anzustellen, die nötig sind, um eine optimale Wahl zu treffen. Auch die im Zusammenhang mit Mobilfunktarifen übliche Terminologie stellt keine allzu große Herausforderung dar.
Als wir die Probanden danach jedoch fragten, wie viele Minuten sie tatsächlich pro Monat telefonieren, konnte nur jeder fünfte von ihnen eine annähernd korrekte Antwort geben. Wir hatten sie vorher gebeten, ihre letzten drei Handyrechnungen mit ins Labor zu… Mehr | 2 Kommentare

