| Warum wählen viele Kunden zu teure Handytarife? |
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Anne-Kathrin Barth und Julia Graf, am 14. September 2011 um 13:56
Diese Frage wollten wir mit einem Labor-Experiment beantworten. Dafür haben wir 87 Studenten und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität eingeladen – und sie gebeten, mehrmals aus drei fiktiven Mobilfunktarifen die für sie kostenminimale Option zu wählen. Dabei sollten sie nicht von ihrem wahren Konsum ausgehen, sondern von einem von uns gegebenen.
In unserem Experiment stellten wir fest, dass die Probanden prinzipiell in der Lage sind, die Berechnungen anzustellen, die nötig sind, um eine optimale Wahl zu treffen. Auch die im Zusammenhang mit Mobilfunktarifen übliche Terminologie stellt keine allzu große Herausforderung dar.
Als wir die Probanden danach jedoch fragten, wie viele Minuten sie tatsächlich pro Monat telefonieren, konnte nur jeder fünfte von ihnen eine annähernd korrekte Antwort geben. Wir hatten sie vorher gebeten, ihre letzten drei Handyrechnungen mit ins Labor zu… Mehr | 2 Kommentare
| Spartengewerkschaften: Lieber unter Markmachtkontrolle stellen als verbieten! |
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Justus Haucap, am 4. August 2011 um 12:00
Lokführer, Fluglotsen, Piloten, Ärzte – wenn sie streiken, geht nichts mehr. Immer wieder wird die enorme Macht dieser Berufsgruppen kritisiert, mit Hilfe von Streikdrohungen auf Kosten anderer höhere Löhne durchzudrücken. Doch heißt das im Umkehrschluss, dass der Staat eingreifen muss, zum Beispiel indem er die Gründung kleiner Spartengewerkschaften verbietet?
Nein, ein gesetzlicher Zwang zur Tarifeinheit ist nur vordergründig eine Lösung des Problems. Zahlreiche Gewerkschaften haben sich insbesondere von der Mega-Gewerkschaft ver.di abgespalten, weil die Mitglieder ihre Interessen nicht mehr hinreichend vertreten sahen. Die grundgesetzlich verankerte Koalitionsfreiheit umfasst aus gutem Grund auch die negative Koalitionsfreiheit, also das Recht, einer Gewerkschaft fernzubleiben und eine neue zu gründen. Ein Zwang zur Tarifeinheit würde den großen Gewerkschaften quasi ein Monopol verschaffen. Die Arbeitnehmer hätten faktisch keine Wahl mehr, wer ihre Interessen vertreten soll… Mehr
| Sinn und Unsinn der Abwrackprämie |
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Andrea Müller, am 4. August 2011 um 10:35
Von Andrea Müller und Ulrich Heimeshoff
Als sich die Weltwirtschaft Anfang 2009 in der Krise befand, wurde händeringend nach „geeigneten“ Maßnahmen gesucht, die schwächelnde Binnenkonjunktur anzukurbeln. In Deutschland war die Lösung schnell gefunden: Als schnellster Gesetzbeschluss überhaupt wurde die Abwrackprämie (formell: Umweltprämie) durchgewunken. Darunter versteht man die Zahlung eines Bonus im Falle des Kaufs eines umweltfreundlichen Neuwagens für das Verschrotten eines x Jahre alten gebrauchten Fahrzeugs.
Andere Länder auf der ganzen Welt folgten und implementierten ihre eigenen Prämien, allerdings in sehr verschiedener Ausgestaltung. Der Abwrackbonus reichte von 222 Euro in Kanada bis zu maximal 3288 Euro in den USA, das Budget lag zwischen 9 Millionen Euro in Zypern und 5 Milliarden in Deutschland und auch die Laufzeit variierte stark zwischen 2 Monaten in den USA und… Mehr | 3 Kommentare
| Opel schneidet in Tests gut ab |
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Ralf Dewenter, am 29. Juni 2011 um 13:20
Fahrzeuge des Herstellers Opel schneiden in den Tests der Motorpresse besser ab, als ihr ansonsten eher bescheidener Ruf es vermuten lässt. Dieses Ergebnis findet sich einer Studie des DICE zum Zusammenhang von Testergebnissen und Anzeigenvolumen in Automobilzeitschriften.
Vergleicht man die Testergebnisse der PKW verschiedener Hersteller miteinander (vgl. Grafik), so fällt auf, dass zum Beispiel in der Zeitschrift Auto, Motor und Sport über die Jahre 1992-2007 nur vier Hersteller besser abschneiden als Opel, dies sind mit Audi, BMW und Mercedes-Benz gleich vier Premium-Marken und mit VW ein Anbieter, der ähnlich aufgestellt ist, wie der Rüsselsheimer Konzern.
Das Ergebnis bezieht sich auf die jeweiligen Vergleichstest der Zeitschriften, die über verschiedene Fahrzeuge und Hersteller durchgeführt werden. Ein direkter Vergleich der Ergebnisse der Tests ist damit aber nur zulässig zwischen Marken, die… Mehr | 1 Kommentar
| Ordnungspolitische Perspektiven: Zwei Neue Beiträge |
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Hans Christian Müller, am 29. Juni 2011 um 11:56
Unser Institut veröffentlicht regelmäßig deutschsprachige Debattenbeiträge zu wettbewerbspolitischen Themen, die “Ordnungspolitischen Perspektiven”. Gerade sind zwei neue spannende Beiträge erschienen:
Kaum Wettbewerb zwischen Krankenhäusern
Zwischen deutschen Krankenhäusern besteht praktisch kein Wettbewerb, diagnostizieren Michael Coenen, Justus Haucap und Annika Herr im neuesten Beitrag der „Ordnungspolitischen Perspektiven“: Einerseits bekommen die Krankenhäuser von den Kassen einheitliche Pauschalen pro Patient, was den Preiswettbewerb unterbindet, anderseits ist der Krankenhausmarkt regional begrenzt, so dass ohnehin höchstens zwischen benachbarten Häusern Wettbewerb entstehen könnte. Deshalb sollten Fusionen benachbarter Krankenhäuser von den Kartellbehörden strenger geprüft werden als bisher, so die Autoren.
Google-News und das Urheberrecht
Sollte Google News untersagt werden, Texte von Zeitungs-Websites zu übernehmen und zu verlinken? Dieser Frage geht Torben Stühmeier in einem weiteren Beitrag nach. Die deutschen Verleger machen sich… Mehr

