Mittel gegen „Raubkopierer“ entdeckt!

Jahrelang wurden sie für die „Zerstörung“ der Musik- und Filmindustrie verantwortlich gemacht. Die Raubkopierer! Zum Teil auch als Parasiten benannt, wurden hinter ihnen Jugendliche gesehen, die sich, vor und nach der Schule, über P2P-Netzwerke oder Dateiaustausch-Webseiten „illegal“ Musik und Videos beschaffen und verteilen und somit für den Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich gemacht werden.

Gegen das Raubkopieren wurde nun ein Mittel entdeckt. Das Medikament lautet: Streaming.

So kommen die beiden Marktforschungsunternehmen Trendstream und Lightspeed, laut Techcrunch, in ihrem „Global Web Index“ sowie eine von moneysupermarket.com in Auftrag gegebene Studie zu dem Ergebnis, dass durch das Streaming Angebot von Medien (Filme, Musik) die sogenannten Raubkopien eingedämmt werden können. So wird in beiden Studien aufgezeigt, dass sich die besonders aktiven Internetnutzer weg von dem

Carta-Befragung zur Zukunft der GEZ-Gebühr

Carta hat die Parteien im Deutschen Bundestag nach deren Haltung zur Reform der GEZ-Gebühren befragt. Bisher haben die FDP, die Grünen und die Linke geantwortet, mit einem interessanten Ergebnis: Entweder wird die gerätebezogene Gebühr komplett oder aber zumindest die Gebühr auf Mobiltelefone und PCs abgelehnt. Bei der Art der Finanzierung (denkbar wären z.B. eine Gerätegebühr, Pay-per-View,  Haushaltsabgaben oder Steuern) ist man sich dann aber doch nicht einig.

Was spricht aber eigentlich für die jeweiligen unterschiedlichen Finanzierungsarten? Eine geräteabhängige Gebühr wäre z.B. dann sinnvoll, wenn ein Gerät, etwa ein Fernseher, nicht nur den Zugang zu den öffentlich-rechtlichen Inhalten ermöglicht, sondern auch (ausschließlich) dazu genutzt würde. In diesem Fall würde derjenige bepreist, der das Angebot tatsächlich nutzt. Ein Beispiel für eine solche Geräte-Nutzungs-Beziehung sind etwa… Mehr

Der Unterausschuss Neue Medien – Kommt das Ende vor dem Anfang?

Aus dem Wahlkampf zur letzten Bundestagswahl am 27. September 2009 ist den Meisten Wählern die „Piratenpartei“ im Gedächtnis geblieben. Die Piratenpartei ist in Deutschland zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl angetreten, um die Stimmen der vor allem jungen Wähler zu gewinnen. Jedoch mit mäßigem Erfolg. Dies mag möglicherweise an dem etwas einseitigen Grundsatzprogramm der Partei, die sich selbst als Partei der „Wissens- und Informationsgesellschaft“ versteht, gelegen haben. Dieses bestand in den größten Teilen aus der Stärkung der Bürgerrechte im Internet, Datenschutz und einer Reform des Urheberrechts.Dass der Fokus einer schwarz-gelben Regierung nicht auf den obigen Themen liegt, die „Neuen Medien“ jedoch trotzdem nicht ignorieren sollte, liegt nahe. So ist die Aufnahme des Kapitels „Informations- und Mediengesellschaft“ in den Koalitionsvertrag zu begrüßen. Trotz der (auch im Koalitionsvertrag erwähnten)

Welcher Schaden entsteht eigentlich durch illegalen Download?

Dass die Schäden durch illegalen Download von Musik (oder anderer Software) nicht einfach dadurch berechnet werden können, indem man die heruntergeladenen Stücke und Alben zu Marktpreisen berechnet ist klar. Nicht jeder, der sich Musik illegal über das Internet besorgt, würde diesen Preis tatsächlich bezahlen, gäbe es die Möglichkeit des Downloads nicht. Ganz im Gegenteil, ein gewisser Prozentsatz der sogenannten Musikpiraten hat vermutlich nur eine sehr geringe Zahlungsbereitschaft für die heruntergeladenen Stücke.

Trotzdem – so sollte man annehmen – entsteht dennoch ein nicht unerheblicher Schaden durch die Piraterie. Dieser Schaden betrifft vielleicht nicht so sehr die Musiker selbst. Diese reagieren schon seit einiger Zeit mit einer Verlagerung der Einnahmen in den Bereich der Konzerte und des Merchandisings. Die Musikindustrie, in Form von Produzenten der… Mehr | 3 Kommentare

Die scheinbare Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel über das ZDF, über dessen Chefredakteur Brender, über den hessischen Ministerpräsidenten Koch und über die Neuwahl des Chefredeakteurs durch den ZDF-Verwaltungsrat berichtet. Nun ist die Entscheidung gefallen – Brender wird abgesetzt. Im Internet wurde das Ergebnis mit zum Teil deutlichen Worten kommentiert. So titelt Spiegel Online: „Deutschland ist jetzt Berlusconi-Land“, die Überschrift auf Sueddeutsche.de lautet „Im Selbstbedienungsladen – Union missbraucht ZDF“. FAZ.net ist da zwar zurückhaltender („ZDF-Chefredakteur Brender muss gehen“), spricht aber auch von einem „blamablen Gezerre(s)“ und sieht eine „öffentliche Beschädigung“ des ZDF-Intendanten. Schon vor der Entscheidung haben 35 Staatsrechtler am 22. November 2009 in einem offenen Brief eindringlich an die Vertreter im ZDF Verwaltungsrat appelliert, sich nicht an der „beabsichtigten staatlichen Einflussnahme“ zu beteiligen.

Während aus juristischer

Die Scheidung ist perfekt – drum prüfe wer sich ewig bindet?!

Am 10. Dezember ist es nun so weit. Time Warner bringt seine schon im Jahr 2003 degradierte Tochtergesellschaft „AOL“ als eigenständiges Unternehmen an die Börse. Dabei war es Anfang 2000 AOL, welche das nach damaligen Umsätzen (aber nicht nach Aktienwerten) größere Medienunternehmen mit eigenen Aktien einen Antrag machte und zu „AOL Time Warner“ fusionieren wollte. AOL hatte in der Hochzeit der „New Economy“ einen Marktwert von rund 165 Milliarden US Dollar (Time Warner „nur“ 83 Mrd. USD). Zusammen wurden sie nach der Fusion mit 350 Mrd. USD am Markt bewertet.

Ziel der Fusion war es, die Vorteile aus der Konvergenz von Medien (Time Warner) und Telekommunikation (AOL) als integriertes Unternehmen auszunutzen. Dass diese Vorteile auch von den Marktakteuren gesehen wurden zeigte sich daran, dass der Kurs von

Rupert Murdoch gegen den Rest der Welt?

Rupert Murdoch macht ernst! Nachdem der Medienmogul schon mehrfach seinen Unmut über die „Gratiskultur“ im Internet geäußert hat, sollen nun die Onlineangebote der „Times“ und der „Sunday Times“ komplett kostenpflichtig werden. Der Zugang zur Webseite soll, laut Medienberichten, umgerechnet knapp einen Euro pro Tag kosten. Dies entspricht in etwa dem Preis der Printausgabe der Times.

Das Konzept Informationen und Inhalte im Internet nur gegen Bezahlung anzubieten ist indes nicht neu. Das Wall Street Journal, auch Teil der News Corp., schaffte es, als eine der wenigen Zeitungen, online kostenpflichtige Inhalte anzubieten und damit auch erfolgreich zu sein. Dennoch bleibt es interessant zu sehen, wie die Leser der Times auf diesen Schritt reagieren werden. Es wird sich zeigen, ob Rupert Murdoch die Zeichen der Zeit richtig deutet und tatsächlich eine Abkehr… Mehr

Zwischenbilanz der neuen Quotenmessung

Es ist mittlerweile auch in Deutschland möglich, die zeitversetzte Nutzung von TV-Inhalten zu messen. Seit Juli werden nicht mehr nur die direkt ausgestrahlten Inhalte gezählt, sondern auch die aufgezeichneten auf Festplattenrekordern, DVD-Rekordern sowie Videorekordern.

Die hinzugewonnenen Quoten haben dabei teilweise herausragende Werte. So konnte die Serie „Smallville“ die Zahl ihrer werberelevanten Zuschauer durch die zeitversetzte Nutzung um 50% steigern. Den größten Erfolg im zeitversetzten TV-Genuss erfahren momentan die Soaps mit rund 2% Zuwachs. Die Einführung der Messung führt zu einer genaueren Erfassung der Sehdauer, die jetzt um 0,3% in der werberelevanten Zielgruppe höher ist. Dabei wird ca. die Hälfte der aufgezeichneten Sendungen noch am selben Tag rezipiert, ein Drittel am darauffolgenden Tag. Tage 2 und 3 haben kaum noch eine Gewichtung. Die Messung erfolgt in Deutschland ohnehin nur bis… Mehr

Google spricht sich für Meinungsfreiheit aus: Macht sich der Bock selbst zum Gärtner?

Die wirtschaftswissenschaftliche Medienökonomie beschäftigt sich seit jeher mit der Untersuchung von Vielfalt in Medienmärkten. Als Beispiel ist hier das bekannte Steiner-Modell aus dem Jahr 1952 zu nennen, das die Auswirkung von Wettbewerb auf Vielfalt hinsichtlich der Programmgestaltung untersucht. Der Vielfaltsbegriff in Medienmärkten lässt sich aber mittlerweile nicht nur auf die Programmgestaltung, sondern auch auf Vielfalt der vertretenen Meinungen, insbesondere im Internet beziehen. Das Recht der freien Meinungsäußerung ist in Deutschland in Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert. Dort heißt es „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (…) Eine Zensur findet nicht statt.“ Im Rahmen der Diskussion um eine vorgenommene Zensur werden häufig Suchmaschinenbetreiber, wie z.B. Google, genannt. Die deutsche Ausgabe von Google – www.google.de – darf beispielsweise nicht auf Inhalte… Mehr

Auch ProSiebenSat.1 denkt über eine direkte Bepreisung nach

Nachdem insbesondere Zeitungsverlage mehrfach angekündigt haben, ihre Inhalte im Internet bald nicht mehr kostenlos zur Verfügung zu stellen, wird nun auch bei einem anderen Medium über eine andere Preisstruktur nachgedacht. Wie das Handelsblatt berichtet, plant der ProSiebenSat.1-Konzern in Zukunft die Finanzierung seiner TV Angebote nicht nur über den Werbemarkt, sondern ebenso verstärkt über den Rezipientenmarkt zu realisieren. Mögliche Einnahmequellen für Sender wie Pro7, Sat.1 oder Kabel 1 könnten laut Bericht etwa Modelle wie Pay-TV oder Video-On-Demand sein. Während bereits heute schon einige Internetinhalte des Konzerns entgeltpflichtig sind, würde damit auch das Fernsehen eine neue Preisstruktur erhalten. Der Konzern will auf diese Weise mittelfristig einen Teil seiner Schulden in Höhe von 3,4 Mrd. Euro abbauen.

Interessant wird auch hier zu beobachten sein, ob sich eine solche Preisstruktur durchsetzen lässt… Mehr

Schon die Haushaltsgebühr GEZahlt?

Das Handelsblatt berichtet am 27.10. über das mögliche Aus der GEZ Gebühren in ihrer bisherigen Form. Derzeit wird eine grundlegende Reform der GEZ Gebühren diskutiert, bei der die geräteabhängige Abgabe durch eine Abgabe pro Haushalt ersetzt werden soll. Der Vorschlag findet die Unterstützung der privaten Rundfunkanbieter, vertreten durch den Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) genauso wie die einiger Ministerpräsidenten der Länder. Auch die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten sprechen sich nicht prinzipiell gegen die Reform aus, solange das bisherige GEZ-Gebührenvolumen erhalten bliebe.

Die Entscheidung soll erst Ende nächsten Jahres fallen, allerdings besteht Handlungsbedarf aufgrund der fallenden Akzeptanz der bestehenden Gebühr. Hinzu kommt, dass die Zahl der Gebührenzahler sinkt, einerseits durch den Anstieg der von der Gebühr befreiten Personen andererseits sinkt durch die Internetnutzung die Zahl der gemeldeten Radios und… Mehr | 1 Kommentar

Der Drei-Stufen-Test – The saga continues…

Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt dem dürfte der sogenannte Drei-Stufen-Test mittlerweile durchaus geläufig sein. Grundsätzlich geht es dabei um die Prüfung öffentlich-rechtlicher Internetangebote. Um die Art und Weise der Durchführung der ökonomischen Prüfung auf der zweiten Stufe ist jedoch eine kontroverse Diskussion entfacht. Prof. Dewenter und sein Düsseldorfer Kollege Prof. Haucap haben in einem Gutachten für den VPRT die Probleme und Besonderheiten dieser Prüfung herausgearbeitet. Dabei haben sie auch fehlerhafte Herangehensweisen und strittige Erkenntnisse anderen Gutachten wissenschaftlich kritisiert. Und genau darum ist nun eine – sagen wir mal – aufbrausende Diskussion entstanden. Prof. Haucap äußert sich in einem Blog Eintrag auf carta.info kritisch und deutlich zu den gebrachten Gegenargumenten.

Deshalb empfehlen wir einfach mal reinzuklicken, lesen und vielleicht sogar ein paar Gedanken zu machen.

http://carta.info/16623/rauchbomben-und-nebelkerzen-im-drei-stufen-test/

Finnische Regierung im Kampf gegen "Weiße Flecken"

Im Rahmen der Veranstaltung „Medienökonomie II“ referierte Dr. Ulrich Heimeshoff von der Universität Düsseldorf am 1. Juli 2009 zum Thema „Innovationen und Investitionen auf Telekommunikationsmärkten“. Im Vortrag nahm Dr. Heimeshoff Bezug darauf, dass eine moderne Telekommunikationsinfrastruktur für Privat- wie auch Firmenkunden von höchster Relevanz sei. Mit Hilfe moderner Kommunikationsmöglichkeiten werden Daten- und Nachrichtenübermittlungen schneller, einfach und kostengünstiger. Kurz: Transaktionskosten werden gesenkt. Auch in Bezug auf empirische Untersuchungen gelte ein positiver Einfluss einer qualitativ hochwertigen Telekommunikationsinfrastruktur auf das wirtschaftliche Wachstum einer Region als gemeinhin hinreichend belegt.

Da es für Telekommunikationsunternehmen, wie z.B. die Deutsche Telekom AG (DTAG), aber aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte lohnenswerter sei, in Breitbandnetze in Städten zu investieren als in ländlichen Gegenden, bleiben einige Regionen nicht ans Breitbandnetz angebunden, sogenannte „Weiße Flecken“ entstehen. Auch wenn die Bundesregierung… Mehr

Chinas neuer Medienriese

Dass die Medienlandschaft der Volksrepublik China nicht den Gesetzen des Marktes unterworfen ist, sondern eher unter strengen Kontrollen der Kommunistischen Partei steht, ist nicht erst seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking öffentlich thematisiert worden.Die chinesische Regierung plant jetzt aber offenbar den Aufbau eines neuen Medienkonzerns mit westlicherem Geschäftsmodell als bisher von der chinesischen Medienlandschaft gewohnt. Journalisten sollen im Rahmen von Berichten für den Konzern einen gewissen Spielraum erhalten, der es ihnen ermöglicht, fremdfinanzierte Projekte zu realisieren.Wie Spiegel Online gestern berichtete, soll der bislang noch namenlose Konzern in den Bereichen Kultur, Unterhaltung und Nachrichten tätig sein und China damit außerhalb der Volksrepublik in ein besseres Licht setzen. Die gewünschte Imagewirkung lässt sich die Regierung dem Bericht zufolge mehrere Milliarden Dollar kosten, so dass der Konzern auf internationaler Ebene kein… Mehr

Did you know – Reloaded

Erst kürzlich haben wir auf ein Video mit interessanten Facts und Infos rund um den rasanten Medienwandel verwiesen (M-Blog-Eintrag vom 19. August 2009: „Facebook would be the 4th largest country in the world“).Im Netz kursiert schon seit einiger Zeit ein ebenso witziges wie informatives Update. Wer zum Beispiel wissen will, wie viel Textnachrichten amerikanische Jugendliche im Durchschnitt pro Monat versenden (2.272 Stück!), dass ein Junge aus Los Angeles im März 2009 insgesamt 217.541 SMS versendet hat oder dass in den letzten 2 Monaten mehr Videos bei YouTube hochgeladen wurden als abc und NBC zusammen seit 1948 an neuen Inhalten hätten senden können, auch wenn sie jeden Tag 24 Stunden und 365 Tage im Jahr gesendet hätten, sollte sich 4:45 Minuten Zeit nehmen, sich zurücklehnen, sich wundern und staunen.Zu finden gibt… Mehr

ZDF kritisiert Gutachten zum Drei-Stufen-Test

In einer Stellungnahme der Abteilung Medienpolitik hat das ZDF die im Auftrag des VPRT erstellten Gutachten zum Drei-Stufen-Test kritisiert. Die Autoren Dr. Emil Kettering und Dr. Lutz Köhler beklagen dabei „erhebliche Mängel“. Dies betreffe sowohl das von Prof. Dörr (Universität Mainz) erstellte juristischen Gutachten, als auch das von Prof. Dewenter und Prof. Haucap (Universität Düsseldorf) erstellte ökonomische Gutachten.Insgesamt heißt es in der Stellungnahme, würden die Untersuchungen lediglich die altbekannten Positionen des Auftraggebers wiederholen. Dass das ZDF dabei kritisch auf die Ergebnisse der Studien reagiert ist nicht weiter verwunderlich und im Rahmen einer konstruktiven Auseinandersetzung durchaus gewünscht. Zu den z.T. unsachlichen und nicht nachzuvollziehenden Vorwürfen bezüglich des ökonomischen Gutachtens, soll jedoch im Folgenden Stellung genommen werden. Hierzu werden die vier wichtigsten Thesen des ZDF (kursiv gesetzt) wie folgt… Mehr

Als die Lettern laufen lernten

Im Beitrag vom 19. August 2009 („Facebook would be the 4th largest country in the world“) berichteten wir über den rasanten Medienwandel durch das Internet. In kaum überschaubarer Weise ändert sich nicht nur das Medium, sondern auch die Art der Kommunikation. Diese Entwicklung ruft aber auch viele Kritiker auf den Plan. Sie sehen in der Geschwindigkeit, mit der neue Medien, und vor allem das Internet, fast alle Bereiche des alltäglichen Lebens erobern eher eine Gefahr als eine Chance.Die Ausstellung „Als die Lettern laufen lernten – Medienwandel im 15. Jahrhundert“ in der Bayerischen Staatsbibliothek in München eröffnet nun einen interessanten Blickwinkel auf diese Diskussion. Bereits vor 500 Jahren rief das damals neue Medium – der Buchdruck – ähnliche kritische Stimmen hervor. Viele Auseinandersetzungen bezüglich des damit einhergehenden Gesellschaftswandels zu dieser Zeit… Mehr

SES Astra plant Servicegebühr für Free-TV in HD-Qualität

In der Vorlesung „Einführung in die Medienökonomie“ im Sommersemester 2009 wurde der Fall ProSiebenSat.1 – SES Astra behandelt. In dem Fall beabsichtigte der Satellitenkonzern SES Astra im Jahr 2006 die von ProSiebenSat.1 betriebenen Privatsender und RTL zu verschlüsseln und für den Empfang der Sender eine Gebühr von 3,50 Euro pro Monat zu erheben. Das Bundeskartellamt leitete damals aufgrund vermuteter Kartellierung von ProSiebenSat.1 und RTL ein Verfahren ein. Das Verfahren wurde später eingestellt, als die Sender sich dazu entschlossen, eine Verschlüsselung nicht mehr vorzunehmen.In der Vorlesung wurde die Rolle der öffentlich-rechtlichen Sender diskutiert. Diese plädierten gegen eine Verschlüsselung, obwohl deren Marktanteile aufgrund der Verschlüsselung vermutlich gestiegen wären. Als einer der Gründe dafür wurde eine „Raising-Rivals‘-Costs“-Strategie ausgemacht.Am 7. September 2009 referierte nun der Vorstandsvorsitzende des Satellitenbetreibers SES Astra Ferdinand Kayser im Rahmen… Mehr